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Die Welt der Samurai von A bis Z

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Die Welt der Samurai

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K - Die Welt der Samurai von A bis Z

Kabuki - Theater (populärste Theaterform), entwickelt vor allem im Kyoto des 17. Jahrhunderts; ursprünglich war das kabuki eine Art Volkstheater, Gesang und Tanz verbanden einfache Geschichten. Später kamen durchaus ernsthafte Historienstücke (jidaimono) und andere Teile hinzu, der Unterhaltungsaspekt wich immer mehr dem "Erbauungsaspekt". Durch die Verwendung von onnagata oder wakashu wurde das Bühnenverbot für Faruen umgangen.

Kabukimono - "Kostümierte", "Exzentriker"; Strassengangs von unterbeschäftigten und unterbezahlten Samurai. Die kabukimono zeichneten sich oft durch auffällige, extravagante Kleidung aus - ihr Auftreten kann vielleicht mit den Räuberbanden im Film "Azumi" verglichen werden.

Kabuto - Helm des Samurai.
Mehr dazu findet man im Tanki Yoriaku.

Kaginawa - Kletterseit mit Haken.
Mehr dazu findet man im Tanki Yoriaku.

Kaiken - kleiner, im kimono getragener Dolch zur Selbstverteidigung, vor allem von Frauen verwendet.

K
aishaku oder Kaishakunin - Sekundant beim seppuku oder hara-kiri; seine wichtigste Aufgabe war es, den Tod des Samurai durch Enthauptung nach dem Bauchschnitt zu erleichtern.

Kakemono - vertikal hängende Schriftrolle.

Kakiemon - Porzellanart mit Glasierung und Emaillierung.

Kakun - "Familienregeln"; Hausgesetze eines Clans, oft eine Kombination von sinnvollen und rein dem Aberglauben der Clanmythologie entsprungenen Vorschriften für das korrekte Verhalten.

Kamayari - Speer ohne Spitze, stattdessen sitzt eine sichelförmige Klinge quer zum Schaft.

Kamakura bakufu - Militärregierung (bakufu) der Familie Minamoto in Kamakura (12. Jahrhundert).

Kami - "Heiligkeit", Sammelbegriff für die japanische Götterwelt und die "Lebenskräfte" in allen natürlichen Dingen.

Kamikaze - "göttlicher Wind"; usprünglich ein plötzlich aufkommender Sturm, der 1281 die mongolische Flotte zerstörte und Japan vor der Invasion rettete. Später wurde der Begriff kamikaze für "ehrenvolle" Selbstmordunternehmen verwendet.

Kana - japanisches Schriftsystem (phonetisch und auf Silbenbasis).

Kancho - Spion.

Kanji - chinesische Schriftzeichen, in der japanischen Schrift verwendet.

Kannon - Göttin der  Gnade und des Mitgefühls im Buddhismus.

Kannushi - Shinto-Priester.

Kanshi - Selbstmord als Protest.

Kare-san-sui - "trockene Landschaft", ein hauptsächlich aus Stein und Sand bestehender Garten, sogenannter "Zen-Garten".

Karma - Schicksal, der Glaube der Buddhisten an die Regel, dass alle unsere Taten eine (oft stärkere) Reaktion in diesem oder einem späteren Leben nach sich ziehen.

Karo - "Älteste", angesehene Japaner von Rang, Beamte des han (unterteilt in Edo-karo und kuni-karo).

Kasa-jirushi - am Helm getragener kleiner Wimpel, der gelegentlich den sashimono ersetzte.
Mehr dazu findet man im Tanki Yoriaku.

Kashira - Offizer der ashigaru.

Kashiradate - Helmzier, auf der Helmspitze angebracht.
Mehr dazu findet man im Tanki Yoriaku.

Katana - Schwert; Standardwaffe der Samurai.

Kate-bukuro - Vorratstasche des Samurai, m
ehr dazu findet man im Tanki Yoriaku.

Kazoku - Adel.

Kebiishi - Amt, das die Verhaftung und Bestrafung von Beamten beinhaltet.

Kegutsu - Fellschuhe für besondere Anlässe.
Mehr dazu findet man im Tanki Yoriaku.

Ken - Längenmass, etwa 180 Zentimeter.

Kendo - "Weg des Schwertstockes", Fechten.

Kenin - "Hausmänner", nicht mit ihrem Dienstherren verwandte Samurai.

Kenshiyaku - Beamter des Shogunats, der bei Hinrichtungen den Tod feststellen und bestätigen musste.

Kenjutsu - Schwertkunst.

Kesa - zeremonieller Schal der buddhistischen Mönche.

Kiahan - Gamaschen,
mehr dazu findet man im Tanki Yoriaku.

Kicho - "schützender Vorhang", eine mobile Trennwand, die Frauen vor den Blicken männlicher Gäste schützen sollte.

Kimeban - Bretter, auf denen die Gefängnisordnung verzeichnet war.

Kimono - langes Gewand mit weiten Ärmeln, meist mit einem obi gebunden und oft reich verziert; kimono werden von Frauen wie Männern als Oberbekleidung getragen, oft in Schichten übereinander und in Kombination mit einem kosode.

Kinchaku - Wertsachentasche, m
ehr dazu findet man im Tanki Yoriaku.

Kirisute-gomen - gesetzliche Genehmigung zur sofortigen Exekution von "einfachen Leuten", die es einem Samurai gegenüber an Hochachtung mangeln liessen.

Kishin - Belobigung.

Koan - paradoxes Rätsel im Zen-Buddhismus, die Meditation über einen koan soll die Gedanken befreien und Erlauchtung bringen.

Kobakama - kurze Hosen,
mehr dazu findet man im Tanki Yoriaku.

Kofun - Grabhügel, vor allem als Bezeichnung für die Gräber der Yamato-Herrscher gebraucht.

Kogushi - "Maul des Tigers", hervorstehende Teile einer Festung.

Koi - Zierkarpfen.

Kokoshu - militärische Garde.

Koku - 1 .Masseinheit von etwa 180 Litern; man nahm an, dass eine solche Menge Reis einen Mann ein Jahr verpflegen konnte. - 2. Zeiteinheit in der Edo-Periode; entspricht grob zwei Stunden und wird gedrittelt.

Kokugaku - "nationales Lernen", eine staatlicher Doktrin der Heimatkunde.

Kokujin - "Mann der Provinz".

Koshiate - Schwertgehänge, m
ehr dazu findet man im Tanki Yoriaku.

Koshinawa - Seil, m
ehr dazu findet man im Tanki Yoriaku.

Koshi-sashi - Reiterabzeichen,
mehr dazu findet man im Tanki Yoriaku.

Kosode - "kleinarmiges Gewand", eine Art kimono mit engen Ärmeln und mit einem obi gebunden; von Frauen wie Männern als Oberbekleidung getragen.

Kote - Ärmel, Armschutz einer Rüstung.
Mehr dazu findet man im Tanki Yoriaku.

Koto - Saiteninstrument, speziell eine Art Zither mit 13 Saiten.

Ko uma jirushi - kleine Standarte eines Adligen.

Kubibukuro - Kopftasche, zum Tragen abgeschlagener Köpfe vorgesehener Beutel.
Mehr dazu findet man im Tanki Yoriaku.

Kuge - Adliger am Hof.

-kumi (Nachsilbe) - militärische Einheit, alternative Schreibweise -gumi.

Kuni-kaishakonin - offizieller Henker des daimyo, gleichzeitig sein persönlicher kaishakunin.

Kuni-karo - Verwaltungsbeamter eines han, der sich im han selber um die Geschäfte des daimyo kümmert.

Kuramoto - Handelshäuser.

Kusazuri - Rüstungs-"Rock", Schürzen.
Mehr dazu findet man im Tanki Yoriaku.

Kuwagata - Hörner (Helmzier).

Kyogen - "verrückte Worte", komische Intervalle in noh-Theaterstücken (kurze Farcen).

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© Bernd Biege 2007