Fundoshi
(Lendenschurz)
Das beste
Material sind weisses Leinen oder weisser Baumwollstoff. Seidenstoffe
können je nach Geschmack verwendet werden, aber reine Seide ist
ungeeignet. Im Winter kann die Unterwäsche zweilagig sein, in
allen
anderen Jahreszeiten ist sie einfach gehalten.
Beide Enden, vorne und hinten, sind umgenäht mit Kordeln im Saum.
Eine
der Kordeln ist eine Schlaufe, mit deren Hilfe der Lendenschurz um den
Hals gehängt wird. Die andere Kordel sichert die Rückseite
und wird
vorne zusammengebunden.
Die Länge des Lendenschurzes ist ungefähr fünf shaku. |
Shitagi
(Hemd)
Es gibt
verschiedene Arten von Hemden, aber man sollte keine modischen oder
reich verzierten kaufen - der beste Stil ist der eines einfachen kimono
mit sehr schmalen Ärmeln, insgesamt etwas kürzer und
schmäler
geschnitten. Einige Knöpfe und ein Stoffband oder eine Kordel
werden
zum Schliessen des Gewandes verwendet.
Man legt das Hemd an wie einen kimono - indem man zuerst mit der linken
Hand in den Ärmel fährt, dann der rechten Hand. Danach
knöpft man das
Hemd und bindet den Hüftgurt am Rücken zu. |
Obi
(Gürtel)
Empfohlen
werden weisses Leinen oder weisser Baumwollstoff, Seide ist nicht
geeignet; einfacher Stoff wird dreimal gefaltet, so dass eine
Standardbahn von etwa vierzig Zentimetern Breite einen obi von etwa
zehn Zentimetern Breite ergibt.
Die Länge hängt von der Grösse des Trägers ab, ob
er fett oder dünn
ist. Generell ist der Stoff zwischen sechs und neun shaku
lang und wird
zweimal um den Leib gewunden. Er sollte am Bauch gebunden werden, auch
wenn ihn einige am Rücken binden - sollte sich der obi lösen,
ist die
Bindung am Rücken eher hinderlich. |
Kobakama
(Kurze Hosen)
Dieses
Gewand entspricht dem kaso-shitatare
alter Zeiten und wird korrekt kesho-bakama
genannt. Es gibt einige verschiedene Stile - generell sind
sie etwas schmaler geschnitten als normale hakama.
Die Länge
reicht
aus, um zehn bis zwölf Zentimeter unterhalb des Knies zu bedecken.
Sie werden angezogen, indem man mit dem linken Bein zuerst
hineinschlüpft, dann beide am Bauch zusammenbindet. |
Tabi
(Socken)
Es gibt
zwei Hauptarten von Socken - kawa-tabi
(gegerbte Ledersocken) und momen-tabi
(Baumwollsocken). Momi-tabi
(rote Seidensocken) sind sehr
weich und anschmiegsam, werden aber von echten Männern nicht
verwendet.
Die oft mit modischen Mustern bedruckten kawa-tabi sind auch nicht das
Richtige für einen Reiter. Gesteppte Baumwollsocken werden
grundsätzlich verwendet, für ashigaru
empfiehlt man tabi ohne
Sohlen.
Getragen werden sie wie normale Socken - aber Du musst die linke Socke
zuerst anziehen. Und alle Fussbekleidung wie tabi, kiahan oder waraji
muss im Sitzen angelegt werden. |
Kiahan
(Gamaschen)
Diese
sind von derselben Art wie die von einfachen Reisenden getragenen
Gamaschen. Leinen ist das bestgeeignetste Material. Aber man kann auch
Baumwollstoff verwenden, je nach Jahreszeit gefüttert oder
einfach,
wobei den ungefütterten Gamaschen immer der Vorzug gebührt.
Die inneren Schnüre müssen kürzer als die äusseren
sein - und es wird
empfohlen, die Schnüre immer an der Schenkelinnenseite zu knoten,
nicht
an der Aussenseite oder der Front. Knotet man die Gamaschen falsch,
wird das Anlegen der festen suneate schwierig. |
Waraji (Strohsandalen)
Diese
gibt es aus verschiedenen Materialien, etwa Hanf, Ingwer, Palme,
Baumwolle oder Reisstroh. Alle diese Werkstoffe halten recht lange.
Zudem gibt es verschiedene Arten, wie man die Schnüre an den waraji
befestigen kann. Neben dem idealen Stil des takano-gake nutzt man auch
zum Beispiel nakachi-nuki
oder yotsu-chigake. Wichtig
ist vor allem ein
nakagukuri, die extra Schnürung um den Spann. Dies ist zum Marsch
im
steilen Gebirge, im Schnee, auf schlammigen Strassen, durch Sümpfe
oder
Flüsse sehr hilfreich. Unabdingbar ist der nakagukuri auf festen,
harten Strassen.
Auch sind sechs Befestigungen besser als fünf, denn sie mindern
die Gefahr, Kieselsteine zwischen Fuss und Sandale zu bekommen.
Man muss ein Paar Sandalen als Ersatz am Gürtel mitführen -
dies ist genauso wichtig wie die Marschverpflegung.
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Suneate
(Schienbeinpanzer)
Es gibt
verschiedene Arten des suneate,
so shino-dzutsu, etchu oder odate-agayemon.
Für den einfachen Offizier sind etchu-shinogi
und mete-kara am
besten geeignet.
Wie üblich legt man den linken Schienbeinpanzer als erstes an; der
abumi-zure
genannte Teil wird zur Schenkelinnenseite hin gerichtet und
dann geschnürt.
Kommentar von Garbutt:
Die Abbildung zeigt einen im Mittelalter sehr populären Typ des
Schienbeinpanzers. Dieser besteht aus vertikalen Platten, die mit
Scharnieren oder Kettengeflecht miteinander verbunden sind. Oft, aber
nicht zwingend, wird so ein Schienbeinpanzer mit Stoff gepolstert. Auf
jeden Fall gibt es jedoch einen Lederschutz an der Schenkelinnenseite,
wo beim Reiten Kontakt zum Steigbügel vorkommen kann. Ältere suneate
sind Plattenpanzer, oft mit grossen Knieschützern, diese wurden
aber im
Mittelalter zu Gunsten besserer Beweglichkeit aufgegeben.
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Haidate
(Hüftpanzer)
Auch hier gibt es
verschiedene Arten - odoshi tosei
(mehrschichtige Panzerung), hodo ita
und viele andere.
Wenn Du alle Fuss- und Beinbekleidung angelegt hast, stehst Du auf,
positionierst die Mitte der oberen Kante des haidate vor Deinen Bauch,
wickelst die Schnüre um die Taille und bindest sie vorne,
über der
Mitte der oberen Kante.
Wenn man den haidate komplett
unter dem dou
trägt, kann man ihn
nicht
schnell etwa zur Durchquerung von Sümpfen oder Flüssen
abnehmen. Trägt
man den haidate dagegen
über dem dou, wird man
stark bei schnellen
Bewegungen behindert. Ein guter Weg aus dieser misslichen Lage ist, den
haidate wie
üblich unter dem dou zu
tragen, aber die Schnüre
über dem dou zu knoten.
So
kann man sich frei bewegen, den haidate
aber immer
schnell abnehmen.
Kommentar von Garbutt:
Haidate sind eine Entwicklung des Mittelalters und lösten die kusazuri
(an der Rüstung fest angebrachte Schürzen) ab. Normalerweise
bestand
ein haidate aus einer
Stoffschürze, deren unterer Bereich mit
überlappenden Platten aus Metall oder Leder gepanzert wurde. Auch
Walbein wurde gelegentlich genutzt. Einige Exemplare hatten neben der
oberen Kordel auch an der Unterseite Schnüre und wurden damit am
Bein
festgebunden.
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Yugake
(Handschuhe)
Yugake
werden aus gegerbtem Leder hergestellt, ungefütterte sind
empfohlen.
Einige haben inome (ein
kleines Loch, das "Auge des Ebers") im Bereich
der Handfläche.
Beim Anziehen der Handschuhe wird der rechte Handschuh zuerst angelegt.
Diese Abweichung von der üblichen Regel wird notwendig, weil die
behandschuhte rechte Hand viel besser die Knoten an der linken Hand
knüpfen kann. |
Kote
(Ärmel)
Von
diesen gibt es viele Varianten wie ubu-dzutsu,
bishamon, shino-odatsugi
oder ainaka-gote. Die Arten shino, odawara-inari und aigote haben mehr
Vorteile als die anderen, vor allem für Offiziere.
Wenn Du aigote besitzt
(hierbei sind die zwei Ärmeln verbunden),
lege
zuerst den linken an, dann den rechten, abschliessend ziehe die Kordeln
nach vorne und verknote sie st auf Deiner Brust. Die kleinen Kordeln an
den Handschuhen lässt man erstmal ungeknotet, sie können
sonst beim
weiteren Anziehen behindern.
Binde die kote nicht zu eng,
denn sonst wird die Bewegungsfreiheit
Deiner Arme eingeschränkt. Lass sie locker und binde sie am
Handgelenk. Kote mit Haken
sind sehr unbequem.
Kigote ist die
Bezeichnung für kote,
die komplett mit erisuwari
(gepolsterter Kragen), kara-ate
(Schulterpolster) und wakabiki
(Achselschutz) ausgestattet sind. Auch hier gibt es verschiedene
Varianten.
Wenn Du mit dem Bogen schiesst, ziehe den rechten kote aus.
Kommentar von Garbutt:
Diese Ärmel sind normalerweise aus Stoff, oft bestickter Seide,
gepolstert und mit kleinen Schnüren auf der Arminnenseite
gebunden.
Aussen sind kote durch Kettengeflecht, aufgenähte oder in
Steppmustern
eingearbeitete kleine Metallplatten gepanzert. Handschuhe oder ein mit
Platten verstärkter Handschutz sind am kote befestigt.
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Wakabiki
(Achselschutz)
Diese
sollten nicht mit wakidate
verwechselt werden, welche ganz andere Dinge
sind. Es gibt kusari-wakibiki
(aus Kettengeflecht) oder tsunagi
maru-wakibiki (miteinander verbundene Paare). Ebenso gibt es
Varianten
je nach der Methode der Befestigung - botangake
(mit Knöpfen), kohaze-gake
(mit
Haken) und himo-tsuki (mit
Schnüren).
Ich werde erklären, wie man tsunagi
wakibiki anlegt.
Führe Deine Arme durch die Schulterriemen und befestige dann die
anderen Kordeln über der Brust. |
Dou
(Kürass) und Kusazuri
(Schürzen)
Wie man
sehen wird, besteht dieser Teil der Rüstung nicht nur aus dem
Brust-
und Rückenpanzer, sondern auch aus dem kusazuri genannen "Rock".
Es gibt viele Arten von dou. Der renjaku-do
wird von renjaku
(Hosenträgern) im Innern gehalten. Der tatami-do (faltbare
Rüstung) ist
an der rechten Seite zu öffen. Alle von vorne zu öffnenden
dou müssen
mit der hikiwase (Kante der
Öffnung) über der linken Seite
getragen
werden. Sewari-gusoku (am
Rücken zu öffnen) müssen mit
der linken Kante
über der rechten Seite getragen werden. Diese Art Kürass
tragen aber
nur einfache Soldaten.
Der wakidate wird vor dem dou
angelegt. Dies schützt den
Träger an der
Stelle, wo der dou
geöffnet wird. Seita no yoroi
werden ebenfalls
hinter der Öffnung des dou
angelegt, auch haramaki
genannt. Hato
no ita
und sendan ita sind
Panzerplatten auf der jeweils linken und rechten
Seite der oberen Brust. Solche werden nicht auf gewöhnliche
Rüstungen
gesetzt.
Der okegawa-do wird in sechs
Schritten angelegt, und zwar wie folgt:
- 1. Sitze in der
gezeigten Position.
- 2. Nimm den dou zu Dir und öffne die hikiawase (seitliche
Öffnung).
- 3. Nimm die hikiawase in Deine rechte Hand und
setze den dou auf Dein
Knie.
- 4. Schlüpfe mit
der linken Hand und dem linken Arm in den dou und
zieh ihn an Dich, bis Dein ganzer Körper bedeckt ist.
- 5. Falte den vorderen
Teil des hikiawase über
den hinteren Teil,
danach
binde die Kordeln den oberen Teils fest in einem hanamusubi
("Blumenknoten").
- 6. Befestige die kurisage-no-o genannten Kordeln,
beginnend mit der
linken Seite der Taille. Ziehe eine nach vorn und eine nach hinten, mit
der hinteren Kordel durch den Ring an der Vorderseite, dann binde sie
vorne zusammen. Diese Kordeln sollten aus geflochtenem Baumwollstoff
bestehen. Es gibt auch Seidenkordeln, die sind aber nicht zum
praktischen Einsatz geeignet.
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Uwa-obi
(Gürtel
oder Schärpe)
Hierfür
werden auch Leinen- oder Baumwollstoffe empfohlen, zwei- oder dreimal
um den Körper gewickelt. Die Länge hängt vom
Körperbau des Trägers ab.
Falte das Tuch zur Hälfte, dann verdrehe es und lege etwas Leder
in die
Mitte - so kannst Du auch im Dunkeln die Mitte finden. Beim Anziehen
legst Du die Mitte auf das Zentrum des Kürass, windest die beiden
Enden
um die Taille und bringst sie zur Vorderseite, wo Du sie in einem hanamusubi
verknotest. |
Sode
(Schulterplatten)
Es gibt o-sode, chu-sode und ko-sode (grosse, mittlere und
kleinere
Schulterplatten). Befestige sie am watakami
oder den Trägern des
Kürass
mit Haken. Befestige erst die linken sode,
dann die rechten, beginnend
jeweils mit dem Rückenteil.
Ko-sode and oki-sode (kleine Varianten) dienen
zum Schutz des kotesuke
(der ungeschützte Teil zwischen dem kote und dem watakami), sie
müssen
auf jeden Fall getragen werden. O-sode
and chu-sode (grosse oder
mittlere Varianten) werden nur von wichtigen Offizieren getragen.
Kommentar von Garbutt:
Die Beschreibung und Illustration stellen zumindest eine späte
Trageweise dar (nach den Bürgerkriegen), laut Sakakibara Kozan
sogar
eine vollkommen falsche. |
Tanto
oder Mijikai
Katana (Messer)
Ein
Messer sollte zwischen 1 shaku
und 3 sun oder 1 shaku und 5 sun lang
sein (etwa 40 bis 45 cm). Die Klinge hat nur eine Schneide, einen
kleinen, eisernen tsuba
(Handschutz) und einen kurzen tsuka
(Handgriff), etwa eine Handbreit lang.
Es wird zwischen dem Gürtel und dem yurugi-ito (Kordeln zwischen
dem dou
und dem kusazuri)
getragen, dort festgehalten durch ein um die
Messerscheide gewundenen sageo.
Der sageo ist immer aus
Seidenschnur. |
Tachi
(langes Schwert)
Das tachi
ist ungefähr 2 shaku 2 sun bis 2 shaku 3 sun lang (67 bis 72 cm).
Ein mokko-förmiger tsuba (ovaler
Handschutz) wird empfohlen.
Es gibt viele Arten, das Schwert zu tragen.
Eine gewöhnliche Art ist es, das tachi
mit der Schneide nach unten
auf
dem koshiate festzubinden.
Nehme ein Ende der Kordel des koshiate
um
die Taille zum Bauch, das andere Ende zum Rücken und binde beide
an der
rechten Seite. Manchmal gebraucht man auch eine längere Kordel,
windet
sie nochmal um den Körper und bindet sie dann auf der linken Seite. |
Nodowa
(Halsschutz)
Bekannte Varianten
des Halsschutzes sind nodowa,
meguriwa, eriwa und manjuwa.
Die erste wird an der Rückseite des Nackens mit Kordeln
geschlossen,
die zweite mit Haken, die dritte mit einer Schnalle. Die letzte
Variante ist am unteren Kinnstück der Maske befestigt, ebenso am
Kürass
- für den tatsächlichen Kampf ist sie eher nicht geeignet.
Und trotz der verschiedenen Arten und Formen werden alle nodowa
genannt. So gibt es den tentsuki-Stil,
den beliebtesten; die neuesten
Stile sind meguriwa, eriwa und manju.
Als Beispiel beschreibe ich, wie ein nodowa
im eriwa-Stil angelegt
wird.
Halte ein Ende in jeder Hand, bringe ihn an Deine Kehle und befestige
die Enden hinter Deinem Hals.
Anmerkung:
Garbutt beschreibt den Nutzen des nodowa
mit einer Anekdote, in der ein
Halsschutz dieser Art die Enthauptung eines Samurai so lange
verzögert,
dass seine Freunde ihn retten können - und dabei dem
vermeintlichen
Sieger den Kopf abtrennen.
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Hachimaki
(Kopftuch)
Dieses
wird auf dem Kopf getragen, um als Polsterung unter dem Helm zu dienen.
Es sollte ein Baumwolltuch von hellblauer oder khaki-artiger Farbe
sein, ungefähr 5 shaku lang.
Um das hachimaki anzulegen,
lass Dein Haar locker fallen und
positioniere das Zentrum des Tuches hinter Deinem Kopf. Dann winde das
Tuch um Deinen Kopf und stecke die Enden in die sich bildenden Falten. |
Hoate
(Maske)
Es gibt
ungefähr sechs verschiedene Stile, sie alle sollen die Wangen und
das
Kinn bedecken. Ein bewegliches Nasenteil wird empfohlen. Ein Backenbart
an der Maske ist nicht unbedingt notwendig, aber eine hoate sollte
einen Schnurrbart aufweisen.
Bevor Du die Maske anlegst, musst Du ein fukusa (Taschentuch) zwischen
Maske und Kinn legen - dann bindest Du die Enden der Kordel auf Deinem
Kopf zusammen, etwas nach hinten verschoben.
Es gibt vier Varianten: Menpo
("Gesichtswange") bedeckt das gesamte
Gesicht, hoate
("Wangenschutz") schützt das Gesicht unterhalb der
Augen, sarubo ("Affenwange")
schützt nur das Kinn und tsubamegata
("Schwalbenmuster") ist ebenfalls nur ein Kinnschutz. Die erste und
letzte Variante sind nicht gut, denn die eine ist zu komplett, die
andere zu minimalistisch. Die hoate-Version
ist die beste Maske, man
sollte sie mit einem gesonderten Nasenstück ergänzen.
Kommentar von Garbutt:
Die Maske war im Laufe der Zeit starkem Wandel unterworfen. Die happuri
des 12. Jahrhunderts bedeckte die Schläfen und die Stirn, liess
den
unteren Gesichtsbereich aber ungeschützt. Später verwendete
man
komplette Gesichtsmasken, danach die unterhalb der Augen
schützenden
Halbmasken, mit oder ohne Nasenschutz.
Die Innenseite der Masken war normalerweise rot lackiert und der
Gesichtsform angepasst. Vom Standpunkt der Bequemlichkeit war die
Schweissentwicklung unter der Maske das grösste Problem, einige
Masken
hatten richtige "Abflussröhrchen" unter dem Kinn. Es scheint als
ob die
Maske auch durch den Helm notwendig wurde - ihn ohne Maske festzubinden
war zumindest höchst unbequem.
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Kabuto
(Helm)
Es gibt
hunderte von Helmarten und zahlreiche Varianten des shikoro
(Nackenschutz). Weiter kennen wir drei Arten der shinobi-no-o
(Helmkordel), nämlich je nach Länge mitsuchi, yotsuchi und
itsutsuchi.
Die Länge der mitsuchi ist
ungefähr 7 shaku, der yotsuchi ungefähr
8 und
der itsutsuchi sogar 9.
Ich will erklären, wie man einen mio-no-ya
Helm anlegt:
- 1. Halte die Kordeln
unter beiden fukigaeshi (Seitenteile
oder "Ohren"
des Helmes) mit Deinen Daumen unter dem Helm und allen Fingern auf der
Aussenseite. Hebe den Helm über Deinen Kopf, stülpe ihn von
hinten über
den Kopf und ziehe ihn dann nach vorne.
- 2. Ziehe die wa-no-o (frontale Kordelschleife)
unter Dein Kinn.
- 3. Führe beide
Enden der moto-o
(Hauptkordel) durch die
Metallringe im Helminnern und ziehe die Kordel damit nach oben.
- 4. Zieh sie dann zu
Deinen Ohren und webe sie durch die im Helminnern
befindlichen Kordeln.
- 5. Zieh die Kordeln
nach unten und verknote sie unter Deinem Kinn.
- 6. Rolle die
Kordelenden auf und verstecke sie unter der Maske.
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Sashimono
(kleines
Banner)
Es gibt
Hunderte von verschiedenen Arten des sashimono.
Die meisten davon sind
aus Seide hergestellt und die Ecken sind immer mit Lederstückchen
verstärkt.
Sashimono sind
üblicherweise vertikal gezeigte, längliche
Rechtecke,
ungeführ drei shaku hoch und ein shaku breit. Der Schaft wird
durch
einen Ring an der oberen Rückseite des dou geführt, das
untere Ende in
einen Halter an der Taille gesteckt. Mit einer um den Körper
gebundenen
Kordel wird das Banner zusätzlich gesichert.
Anmerkung:
Das in der Abbildung gezeigte sashimono
hat eindeutig andere
Grössenverhältnisse als im Text angegeben. |
Yari
(Speer)
Es hat
Vorteile, einen Speer zu verwenden, den man kennt und mag - erfahrene
Personen empfehlen einen Speer mit einer geraden Spitze.
Trage ihn während des Rittes abgelegt auf dem yari-hasame
(Speerhalter)
aus Eisen oder Kupfer. Der beste Typ des yari-sashi (ein anderer
Begriff für yari-hasame)
hat ein Scharnier im Zentrum, das der
besseren
Beweglichkeit dient. Es sollte an der rechten Seite getragen werden. |
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